Specials · 27. Oktober 2026
Was Käseschaben mit Zauberei zu tun hat
Raclette kommt von racler, schaben. Zauberer schaben seit jeher an dem, was du für sicher hältst. Am 19. und 20. Februar 2027 bringen wir beides an einen Tisch.

Im Wallis legt man einen halben Käselaib vor die Hitze. Wird die Schnittfläche weich, nimmt jemand ein Messer und streift die geschmolzene Schicht auf einen Teller. Kartoffeln dazu, ein paar Cornichons, fertig. Mehr passiert nicht. Und trotzdem steht jeder, der es einmal gesehen hat, beim nächsten Mal wieder am Ofen und schaut zu.
Das französische Verb dafür heißt racler: schaben, abkratzen. Daher der Name.
Älter, als man denkt
Schriftlich belegt ist diese Art, Käse zu essen, im Wallis seit 1574. Lange hieß das Gericht dort einfach Bratkäse. Seit 1874 trägt es offiziell den Namen, unter dem es heute jeder kennt.
Über 450 Jahre ist das her, und im Kern besteht Raclette bis heute aus drei Dingen: Käse, Hitze und einem Messer. Viel weglassen kann man da nicht.
Laib statt Pfännchen
In Deutschland kennt man Raclette meist als Tischgerät mit kleinen Pfännchen. Jeder schiebt sein eigenes Pfännchen unter den Grill, und irgendwann ist der Käse auf dem Teller kalt. Das ist gemütlich und hat seinen Platz, gerade an Silvester.
Das Original geht anders. Der halbe Laib liegt unter der Hitze, die Oberfläche schmilzt, und mit einer Bewegung landet die Schicht auf dem Teller. Darunter wartet schon die nächste. Man schabt nicht einmal, man schabt immer weiter.
Wir schaben an etwas anderem
Close-up-Zauberei funktioniert ganz ähnlich. Sie trägt Schicht für Schicht ab, was du für sicher hältst: dass eine Karte bleibt, wo sie liegt. Dass eine Münze nicht durch einen Tisch geht. Dass niemand wissen kann, woran du gerade denkst.
Und wie beim Raclette passiert das nicht weit weg auf einer Bühne. Es passiert direkt vor dir, auf dem Tisch, unter deinen Augen. Du schaust genau hin, so wie am Ofen. Es hilft nur nichts.
Zwei Abende im Februar
Am Freitag, 19. und Samstag, 20. Februar 2027 stehen im Black Table drei Öfen mit sechs halben Laiben Walliser Raclette AOP. Zweimal 45 Minuten Zauberei, dazwischen eine lange Pause, in der so oft geschabt wird, wie du magst. Zum Empfang gibt es Fendant und einen Walliser Teller, zum Schluss Meringue mit Doppelrahm und Aprikosen in Fendant, dazu Abricotine AOP oder Williams.
Pro Abend gibt es 74 Plätze. Ablauf, Preise und Tickets findest du auf der Seite Magic Raclette Night.